Um den Gruppenkindern die Bedeutung der Abzeichen nahe zu bringen bitte keinen frontalen "Ich erkläre dir das mal" Unterricht - das ist langweilig ;) Die Kinder kennen fast alle die meisten Bedeutungen unserer Abzeichen eh sehr gut. macht daraus ein Speil oder eine Basteleinheit. Auch hier lassen sich viele bewährte Einheiten ummünzen auf Abzeichen:

- Memory basteln und spielen (Abzeichen auf eine Karte, Bedeutung auf die Andere)

- Vier Ecken Spiel

- Jedes Kind bekommt ein leeres Fahrtenhemd auf einem weißen Zettel. Oder sie sollen sich das Hemd selbst malen. Nun verteilt ihr kopierte Abzeichen. Diese können sie ausschneiden und aufkleben. Nun dürfen sie einen Pfeil zum Abzeichen ziehen und daneben die Bedeutung schreiben (Kopiervorlagen vorhanden! Pfadfinderthemenordner im Saal, Unterpunkt Abzeichen).

Das Thema Abzeichen ist schnell bearbeitet und kann daher auch gut eine Station bei einem ansonsten noch andere Themen beinhaltenden Stationslauf sein.

Die Kinder haben so viel Freude am Messerkunde und Werkzeug. Gerne regelmäßig wiederholen :) Hier einmal die Regeln zum Messerschein:

Behandle dein Messer mit Respekt, denn es ist kein Spielzeug.

Lass es nicht leichtfertig irgendwo liegen, damit andere sich nicht versehentlich daran verletzen. Jeder Pfadfinder weiß immer, wo sich sein Messer befindet.

Wenn Du das Messer einem anderen gibst, dann fasse es an der Klinge vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger und reiche es deinem Gegenüber mit dem Griff voran.

Ein Messer wird niemals geworfen.

Mit einem Messer in der Hand wird auch nicht gerannt. Das kann bei einem Sturz zu schweren Verletzungen führen.

Wenn Du mit dem Messer schnitzt, dann immer vom Körper weg. Verwende zum schnitzen nach Möglichkeit eines mit feststehenden Klinge. Niemals auf dem Knie schnitzen. Verwende immer eine scharfe Klinge.

Wenn du mit einem Messer arbeitest, darf im Umkreis deiner Arme (ca. 1m) niemand mehr sitzen.

Folgende fünf Dinge darfst du mit der Klinge deines Messers nicht machen, sonst wird sie stumpf:

  • kein Feuer
  • kein Wasser
  • kein Sand
  • kein Stein
  • kein Metall

Deine Kinder mögen alle Werkzeuge gerne. Auch ein Hammer ist ein Werkzeug! Hier ein paar Ideen für die Anwendung in deiner Gruppenstunde:

- Stationslauf und an jeder Station gehen die Kinder praktisch mit einem anderen Werkzeug um (Hammer = Nagel ins Brett und dann gleich auch Zange = Nagel wieder raus, Säge = Ast klein sägen, Akkuschrauber = Schraube ins Brett, Beil = holz hacken (und unterschied Axt/Beil erklären))

- Mit den Kindern mit einem Schleifstein deren Messer und unsere Beile schärfen

- Holzunterstand aufräumen und Holz hacken

- Messer selbst bauen

- Gebrochener beilstiel ersetzen

- Laubsägearbeiten

- Stichsäge nutzen (z.B. Blumenkübel aussägen, zusammen schrauben, lackieren, Blumen rein pflanzen)

- Besteck schnitzen

 

Einige essbare Pflanzen zu kennen ist super praktisch, wenn ihr auf einer Wanderung eine Strecke ohne Zivilisation habt und dennoch Nahrung finden wollt. Also. sucht gerne mit den kindern essbare Pflanzen. ihr könnt auch Salate herstellen, eine Pilzpfanne kochen aus den selbst gefundenen Pilzen.

Alternativ baut ihr pflanzen selbst an und erntet sie (Kartoffeln, Schnittlauch, sehr beliebt weil es schnell geht ist Kresse).

Ihr könnt Pflanzen mit den kindern sammeln, pressen und bestimmen. einen Spaziergang machen und bestimmte Bäume suchen. Eicheln suchen, um sie im Wildgehege ab zu geben (Wildfutter). In einem Beet Unkraut jäten oder Blumen anpflanzen. Kinder sind sehr neugierig und sehr interessiert an ihrer Umwelt. So viel von dem, was du schon weißt, ist für sie Neuland. Lass sie selbst das loch für die Blume ausheben. erkläre jeden Arbeitsschritt (warum muss der Ballen etwas tiefer als die umliegende Erde? …).

Martin Luther entwickelte aus seinem Familienwappen heraus die Lutherrose als Sinnbild seiner Theologie. Die einzelnen Elemente bedeuten:

Das Herz ist rot, es steht für das, was wir denke und fühle.

Das Kreuz ist schwarz. Jesus starb am Kreuz, weil er die Menschen liebte. der Glaube an Jesus macht uns Menschen selig.

Das Herz steht mitten in der weißen Rose und soll zeigen, dass der Glaube Freude, Trost und Frieden gibt. weiß ist die Farbe der Engel, sie haben Luther auf seinem Weg behütet.

Die Rose schwebt auf blauen Grund, das ist die Farbe des Himmels und der Freude.

Der goldene Ring um alles herum ist die Farbe für Gott. So wie ein Ring keinen Anfang und kein Ende hat, so hat auch Gottes Liebe keinen Anfang und kein Ende.

Karte und Kompass zu nutzen bringt den kindern schnelle Erfolgserlebnisse und viel Spaß. spätestens auf dem nächsten Lager können sie beides dann tatsächlich nutzen, wenn sie mit euch auf Wanderung gehen. Hier ein paar Ideen für die Umsetzung in der Gruppenstunde:

  • Kopien der Umgebungskarten verteilen, die Kinder dürfen ihre Schule, ihr Zuhause, die Kirche darauf suchen und farbig markieren. nun Schulweg und Weg zu den Pfadfindern eintragen.
  • Auf einer Karte einen weg zum Schatz eintragen. Die Kinder suchen ihn gemeinsam. Bei einer großen Gruppe machst du mehrere Karten mit verschiedenen Wegen alle zum gleichen Ziel: welches ist die erste Gruppe?
  • Karte Einnorden üben Maßstab von Karten entziffern, weitere Orientierungsmittel, wo die Himmelsrichtungen sein können, wenn man keinen Kompass zur Hand hat, Merksprüche für Norden, Süden Osten, Westen (Nie ohne Seife waschen...), Verhaltensregeln beim Verlaufen = all diese inhaltlichen Aspekte kannst du in ein Spiel verpacken (Caosspiel, Vier Ecken Spiel, Stationslauf)
  • Ihr könnt einen Kompass oder eine Sonnenuhr basteln
  • Kids aussetzen, sie bekommen Karte und Kompass und müssen alleine zurück zum Gemeindehaus finden
  • Schnitzeljagt mit Puzzleteilen einer Karte (Jeweils der nächste Abschnitt ist in einem Luftballon am Teilziel, die Kartenabschnitte sind in Boxen am Wegesrand)
  • Spiel spielen: ihr sagt ein Ziel an und alle müssen versuchen, dieses auf dem Kürzesten Weg zu erreichen 8also über Hindernisse wie Zäune oder Spielgeräte herüber, durch fremde Gärten oder quer über den Schulhof). gebt ihnen GPS Geräte mit, diese können euch tracken. Oder nutzt Handys dafür. So könnt ihr sehen, wer wirklich den kürzesten Weg gewählt hat.
  • Deutschland in mehreren Kartenabschnitten zur Verfügung stellen (Achtung. du brauchst einen Saal oder großen Raum!). Die Kinder sollen nun die Landkarten so aneinander legen, das Deutschland im ganzen sichtbar wird. Abschließend könnt ihr einmal schauen, wie weit weg euer Sommerlagerplatz ist oder der letzte Lagerplatz war. haben die Kinder Großeltern weit entfernt? Diese Orte können sie auch suchen. Seen und Berge suchen und deren Namen raus finden. 
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