Touren

Du planst eine Tour? Wie cool! Touren (ob nun übers Wochenende oder länger, selbst Tagesaktionen!) prägen eine Gruppe enorm.

Hier nun eine kleine Kalkulationshilfe für dich, wie du an den Teilnehmerbeitrag kommst:

  • Wohin geht die Fahrt (Lagerplatzkosten? Zusatzkosten Strom, Holz?)
  • wie kommt ihr hin und zurück (Fahren Eltern, fallen keine Zusatzkosten an, fahrt ihr Bahn oder Bus, Kosten mit ansetzen)
  • Datum, Zeiten
  • Zahl der Teilnehmenden und Teamer
  • Verpflegung (Selbstversorger? Verpflegung vor Ort möglich oder buchen?) Wir Pfadfinder sind meist Selbstversorger - daher kannst du in diesem Punkt 5 Euro pro Tag und Teilnehmer an Kosten kalkulieren.
  • Material (muss etwas angeschafft werden für AGs etc., Leihgebüren für Kanus)
  • Gibt es Versicherungen (für Autos, Hänger?)
  • Zuschüsse (KGM, Kreis, Spender) abziehen

= Alle Kosten minus die Zuschüsse. geteilt durch die Teilnehmer. ist das Team sehr groß, beteiligt es sich Anteilig auch an den Kosten.

Zur Struktur: Lege schon vorher Zeiten fest, mache für dich und das Team einen Ablauf. so könnt ihr gut planen, wie viel Zeit ihr für was benötigt und welche Zeit ihr noch füllen müsst. Legt Verantwortlichkeiten fest und besprecht euch in euren Rollen gut (wer kocht, wer macht eine oder mehrere Andachten, wer leitet welchen Programmpunkt - und auch: Wer bereitet was vor?! Kauft wann wo ein?!).

Zum Inhalt: Hier läuft es wie in jeder Gruppenstunde auch. Überlegt euch erst einmal, was ihr selber überhaupt wollt. Was wollt ihr mit der Aktion erreichen? wenn das Ziel ist "Alle heil nach Hause zurück bringen!" dann ist die Herangehensweise an eine Aktion eine andere als wenn eure Haltung ist "Die Kinder sollen die Fledermaus und ihre Umgebung kennenlernen. Sie sollen sensibilisiert werden für spezifische Besonderheiten von Nischen und deren Lebewesen in der Natur". Da das Ziel, dass ihr hier in euren "Aktionskompass" eingebt ein anderes ist, fährt euer wagen logischerweise auch eine andere Strecke, ihr erlebt andere Dinge und habt ein anderes Resultat. Eure erste Frage im Team also: Was wollen wir?

Ganz anders: Es geht auch ganz anders. Völlig frei und ohne Planung ist es auch spannend! Geht aber nur mit Kleingruppen (etwa ein bis zwei Leiter mit drei bis sechs Kindern). Hier ist der Weg das Ziel, also Rucksäcke auf, ein bisschen Verpflegung, persönliches Zeug und ein paar Zeltbahnen mit. und dann eben ausprobieren, Leute ansprechen. klingeln und nach Wasser oder einer Schlafmöglichkeit fragen. singen, um an Geld für ein Abendessen zu kommen.

Viel Spaß bei deiner Tour oder deinem Haik!

Karte und Kompass, Orientierung

Karte und Kompass zu nutzen bringt den kindern schnelle Erfolgserlebnisse und viel Spaß. spätestens auf dem nächsten Lager können sie beides dann tatsächlich nutzen, wenn sie mit euch auf Wanderung gehen. Hier ein paar Ideen für die Umsetzung in der Gruppenstunde:

  • Kopien der Umgebungskarten verteilen, die Kinder dürfen ihre Schule, ihr Zuhause, die Kirche darauf suchen und farbig markieren. nun Schulweg und Weg zu den Pfadfindern eintragen.
  • Auf einer Karte einen weg zum Schatz eintragen. Die Kinder suchen ihn gemeinsam. Bei einer großen Gruppe machst du mehrere Karten mit verschiedenen Wegen alle zum gleichen Ziel: welches ist die erste Gruppe?
  • Karte Einnorden üben Maßstab von Karten entziffern, weitere Orientierungsmittel, wo die Himmelsrichtungen sein können, wenn man keinen Kompass zur Hand hat, Merksprüche für Norden, Süden Osten, Westen (Nie ohne Seife waschen...), Verhaltensregeln beim Verlaufen = all diese inhaltlichen Aspekte kannst du in ein Spiel verpacken (Caosspiel, Vier Ecken Spiel, Stationslauf)
  • Ihr könnt einen Kompass oder eine Sonnenuhr basteln
  • Kids aussetzen, sie bekommen Karte und Kompass und müssen alleine zurück zum Gemeindehaus finden
  • Schnitzeljagt mit Puzzleteilen einer Karte (Jeweils der nächste Abschnitt ist in einem Luftballon am Teilziel, die Kartenabschnitte sind in Boxen am Wegesrand)
  • Spiel spielen: ihr sagt ein Ziel an und alle müssen versuchen, dieses auf dem Kürzesten Weg zu erreichen 8also über Hindernisse wie Zäune oder Spielgeräte herüber, durch fremde Gärten oder quer über den Schulhof). gebt ihnen GPS Geräte mit, diese können euch tracken. Oder nutzt Handys dafür. So könnt ihr sehen, wer wirklich den kürzesten Weg gewählt hat.
  • Deutschland in mehreren Kartenabschnitten zur Verfügung stellen (Achtung. du brauchst einen Saal oder großen Raum!). Die Kinder sollen nun die Landkarten so aneinander legen, das Deutschland im ganzen sichtbar wird. Abschließend könnt ihr einmal schauen, wie weit weg euer Sommerlagerplatz ist oder der letzte Lagerplatz war. haben die Kinder Großeltern weit entfernt? Diese Orte können sie auch suchen. Seen und Berge suchen und deren Namen raus finden. 

Pflanzenkunde

Einige essbare Pflanzen zu kennen ist super praktisch, wenn ihr auf einer Wanderung eine Strecke ohne Zivilisation habt und dennoch Nahrung finden wollt. Also. sucht gerne mit den kindern essbare Pflanzen. ihr könnt auch Salate herstellen, eine Pilzpfanne kochen aus den selbst gefundenen Pilzen.

Alternativ baut ihr pflanzen selbst an und erntet sie (Kartoffeln, Schnittlauch, sehr beliebt weil es schnell geht ist Kresse).

Ihr könnt Pflanzen mit den kindern sammeln, pressen und bestimmen. einen Spaziergang machen und bestimmte Bäume suchen. Eicheln suchen, um sie im Wildgehege ab zu geben (Wildfutter). In einem Beet Unkraut jäten oder Blumen anpflanzen. Kinder sind sehr neugierig und sehr interessiert an ihrer Umwelt. So viel von dem, was du schon weißt, ist für sie Neuland. Lass sie selbst das loch für die Blume ausheben. erkläre jeden Arbeitsschritt (warum muss der Ballen etwas tiefer als die umliegende Erde? …).

Lutherrose

Martin Luther entwickelte aus seinem Familienwappen heraus die Lutherrose als Sinnbild seiner Theologie. Die einzelnen Elemente bedeuten:

Das Herz ist rot, es steht für das, was wir denke und fühle.

Das Kreuz ist schwarz. Jesus starb am Kreuz, weil er die Menschen liebte. der Glaube an Jesus macht uns Menschen selig.

Das Herz steht mitten in der weißen Rose und soll zeigen, dass der Glaube Freude, Trost und Frieden gibt. weiß ist die Farbe der Engel, sie haben Luther auf seinem Weg behütet.

Die Rose schwebt auf blauen Grund, das ist die Farbe des Himmels und der Freude.

Der goldene Ring um alles herum ist die Farbe für Gott. So wie ein Ring keinen Anfang und kein Ende hat, so hat auch Gottes Liebe keinen Anfang und kein Ende.

Messer und Werkzeug

Die Kinder haben so viel Freude am Messerkunde und Werkzeug. Gerne regelmäßig wiederholen :) Hier einmal die Regeln zum Messerschein:

Behandle dein Messer mit Respekt, denn es ist kein Spielzeug.

Lass es nicht leichtfertig irgendwo liegen, damit andere sich nicht versehentlich daran verletzen. Jeder Pfadfinder weiß immer, wo sich sein Messer befindet.

Wenn Du das Messer einem anderen gibst, dann fasse es an der Klinge vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger und reiche es deinem Gegenüber mit dem Griff voran.

Ein Messer wird niemals geworfen.

Mit einem Messer in der Hand wird auch nicht gerannt. Das kann bei einem Sturz zu schweren Verletzungen führen.

Wenn Du mit dem Messer schnitzt, dann immer vom Körper weg. Verwende zum schnitzen nach Möglichkeit eines mit feststehenden Klinge. Niemals auf dem Knie schnitzen. Verwende immer eine scharfe Klinge.

Wenn du mit einem Messer arbeitest, darf im Umkreis deiner Arme (ca. 1m) niemand mehr sitzen.

Folgende fünf Dinge darfst du mit der Klinge deines Messers nicht machen, sonst wird sie stumpf:

  • kein Feuer
  • kein Wasser
  • kein Sand
  • kein Stein
  • kein Metall

Deine Kinder mögen alle Werkzeuge gerne. Auch ein Hammer ist ein Werkzeug! Hier ein paar Ideen für die Anwendung in deiner Gruppenstunde:

- Stationslauf und an jeder Station gehen die Kinder praktisch mit einem anderen Werkzeug um (Hammer = Nagel ins Brett und dann gleich auch Zange = Nagel wieder raus, Säge = Ast klein sägen, Akkuschrauber = Schraube ins Brett, Beil = holz hacken (und unterschied Axt/Beil erklären))

- Mit den Kindern mit einem Schleifstein deren Messer und unsere Beile schärfen

- Holzunterstand aufräumen und Holz hacken

- Messer selbst bauen

- Gebrochener beilstiel ersetzen

- Laubsägearbeiten

- Stichsäge nutzen (z.B. Blumenkübel aussägen, zusammen schrauben, lackieren, Blumen rein pflanzen)

- Besteck schnitzen